Freudenland-Tagebuch
#4
27. Mai 2026
Ein Buch schreiben ist wie ein Irrweg durch ein Labyrinth. Man kennt den Anfang — und vielleicht noch das Ende. Doch alles dazwischen bleibt lange verborgen, findet sich, verliert sich wieder, formt sich neu, ringt mit dem Zweifel, wird befördert durch Mut und immer so weiter …
So war es zumindest bei mir und FREUDENLAND. Und ihr wurdet irgendwann Teil davon, als ich vor knapp drei Jahren beschloss, diesen Prozess öffentlich zu machen.
2012 schrieb ich eine kleine Skizze über meinen Vater und veröffentlichte diese auf Neon.de – Der Titel, kurz und prägnant: „Paps“.
Dieser Text sollte mich über zehn Jahre begleiten, flirren, ruhen, wieder verschwinden und erneut auftauchen. Denn über Alkoholismus, Scham und psychisches Leid schreibt man nicht einfach so.
Zeit verging. Das Leben in Hochgeschwindigkeit.
Exzesse. Angst- und Panikzustände. Depression.
2022 wurde aus „Paps“ schließlich zunächst die Idee für ein Sachbuch über Ostdeutschland, ostdeutsche Männer und Alkoholismus. Doch irgendwann verschob sich alles. Aus Recherche wurde Erinnerung. Aus Distanz wurde Nähe. Und aus einem Sachbuch schließlich ein autofiktionaler Roman.
FREUDENLAND ist kein Gute-Laune-Buch.
Auch wenn der Titel vielleicht anders klingt.
Es ist ein Buch über Scham, Liebe, Sehnsucht, Abhängigkeit und die Dinge, vor denen man am liebsten wegsehen würde. Aber eben auch über Hoffnung.
Und nach all den Jahren fühlt es sich endlich wirklich wie MEIN Buch an. <3
Ich wünsche euch nun nach dieser langen Zeit (tiefes Ausatmen) eine gute Reise mit Erik, Jens, Silke und all den anderen. Und habt vielleicht ein wenig Nachsicht mit ihnen.
Auch für sie war der Weg weit. 🙂
Zum Buch:
https://buchshop.bod.de/freudenland-robert-marco-bickel-9783695710232
Halle an der Saale, 27. Mai 2026
PS: Ihr werdet im Buch den Vermerk „2. Auflage 2026“ entdecken können. Und wie ich eingangs bereits erwähnte: Die Irrungen und Wirrungen kennen kaum ein Ende. Manchmal bedeutet das anscheinend auch, dass man versehentlich eine unfertige Fassung zur Publikation freigibt und dann drei Wochen still hofft, dass niemand Kenntnis davon nimmt.
An die zwei Personen, welche die 1. Auflage ergattern konnten: Herzlichen Glückwunsch — das sind jetzt schon Raritäten. ^_^
PPS: FREUDENLAND ist ab sofort über Books on Demand und in allen Buchhandlungen bestellbar. Wenn ihr mich besonders unterstützen möchtet, könnt ihr auch gern ein signiertes Exemplar direkt bei mir erwerben. Dieses kostet 3 Euro mehr und wird so bald wie möglich händisch von mir verschickt. 🙂
#3
19. April 2026
Der Probedruck ist bei mir gelandet! Er sieht schlicht fantastisch aus. <3
Was mich jetzt noch erwartet: Das Buch einmal komplett sichten. Passt das Layout? Ist alles an Ort und Stelle? Aber auch: noch verbliebene Fehler jagen, Unklarheiten beseitigen/glätten, schauen, dass eben wirklich alles rund ist.
Und ja, dann ist es hoffentlich schon bald soweit und ich kann euch den offiziellen Veröffentlichungstag für Freudenland nennen.
Für die Zeit bis dahin möchte ich euch nochmal einen neuen Auszug präsentieren.
Dieses Mal ungefähr aus dem Mittelteil des Buches.
PS: Auch wenn die Leseproben vielleicht eine eher lineare Handlung erwarten lassen – „Freudenland“ funktioniert anders. Mosaikhaft, sprunghaft, fragmentarisch … Ungefähr so wie „BTC Bros.“ Das ist keine Warnung, eher ein Hinweis, wie man sich am besten darauf einlassen kann. 😀
Nun aber erstmal viel Freude beim weiteren Schmökern! ^_^
#2
3. April 2026
Januar 2022: Eigentlich wollte ich meine Masterarbeit beginnen (Titel: Peter Wohlleben und „Das geheime Leben der Bäume“ – Romantisches Schreiben im 19. Jahrhundert?). Gleichzeitig kamen mir aber immer mehr Gedanken zu einem möglichen Buchprojekt. Es sollte um Männer und Sucht in Ostdeutschland gehen. Ich bastelte Mindmaps, arrangierte, sammelte Ideen und sagte mir doch immer wieder: Nein, Robert, erstmal ist deine Masterarbeit dran …
Aber was damals begann, befindet sich nun allmählich auf der Zielgeraden.
Es ist kein Sachbuch geworden, keine nüchterne Bestandsaufnahme des Status quo. Es wurde mehr. Irgendwie anders.
Im selben Jahr las ich Stephen Kings Mammutwerk „Der Dunkle Turm“. Acht Bände. Das muss man also wirklich wollen. Ich wollte das sehr.
Freudenland wurde am Ende mehr „Turm“ als Sachbuch. Und nun ja: Das Ergebnis werdet ihr bald in den Händen halten dürfen.
Eine sehr gute Freundin, Lena Okon, hat jüngst das Cover fertiggestellt, und heute konnte ich es endlich in den Probedruck geben.
Ich bin mehr als gespannt auf das fertige Buch und hoffe ein klein wenig, ihr seid es ebenso … 🙂

#1
16. März 2026
Ich möchte heute eine kleine Leseprobe mit euch teilen.
Der Anlass ist kurios: Vorgestern Abend sah ich die ARD-Produktion „Das dunkle Vermächtnis“ – und habe mich dabei ehrlich gesagt ziemlich geärgert.
Meine schöne Heimatstadt Nebra – die Perle an der Unstrut – bekommt einen Sendeplatz zur besten Zeit im Ersten. Und dann ist weit und breit kein Nebra zu sehen (von ein paar hübschen Luftaufnahmen einmal abgesehen).
Kein Lokalkolorit, kein Dialekt, keine Menschen, nichts, das auch nur ansatzweise diese Gegend einfängt.
Dabei reden wir im Jahr 2026 ständig über den „unsichtbaren Osten“, über abgehängte Regionen und fehlende Aufmerksamkeit. Und wenn dann einmal eine Kleinstadt aus Sachsen-Anhalt im Hauptprogramm auftaucht, wird sie gleich wieder austauschbar gemacht.
Ich verstehe es nicht.
Sei es drum.
„Freudenland“ wird diesbezüglich etwas anders sein.
Der Roman erzählt von Menschen und Orten zwischen Saale und Unstrut, von Rausch, Aufbruch, Verlust und Erinnerung. Und natürlich spielt auch Nebra darin eine Rolle. Ob es letztlich funktioniert, werdet ihr entscheiden.
Damit ihr schon mal einen Eindruck meines Schreibens in Romanform bekommt, möchte ich euch heute einen Auszug aus dem Eröffnungskapitel zur Verfügung stellen.
Der vollständige Roman erscheint im Frühling 2026, wird etwa 275 Seiten umfassen und 12,99 Euro kosten.
Vorbestellungen mit Signaturwunsch nehme ich gern entgegen:
E-Mail: 11rmb89@gmx.de
Telefon / WhatsApp: 0152 27 28 08 99
Jetzt aber erstmal viel Freude mit der Freudenland – Leseprobe #1!
Bis bald,
Robert 🙂
